• MARIJA

    MARIJA

    Performance Projekt in zwei Teilen zum Jahrestag der Russischen Revolution nach dem Stück von Isaac Babel

  • UND JETZT?  WAHLEN UND POSTDEMOKRATIE IN ÖSTERREICH

    UND JETZT? WAHLEN UND POSTDEMOKRATIE IN ÖSTERREICH

    PETER KREISKY_Europa Gespräch 3 2017
    Birgit Hebein, Mirko Messner, Sarah Pansy, René Schindler, Marlene Streeruwitz
    Donnerstag, 16. November 2017, 19.00 Uhr
    Perinetkeller, Perinetgasse 1, 1200 Wien

  • OKTO.TV-Sendung: DIE ZUKUNFT DER ÖSTERREICHISCHEN SOZIALDEMOKRATIE

    OKTO.TV-Sendung: DIE ZUKUNFT DER ÖSTERREICHISCHEN SOZIALDEMOKRATIE

    PETER KREISKY_Europa Gespräch mit Barbara Blaha, Stephan Schulmeister, Tamara Ehs und Walter Baier 

  • nebeneinander abseits. TRILOGIE aus Benefiz-Performances nach Texten von ELFRIEDE GERSTL

    nebeneinander abseits. TRILOGIE aus Benefiz-Performances nach Texten von ELFRIEDE GERSTL

    März/April 2017: Zwei Uraufführungen, Café KORB / weitere Aufführungen im Kulturcafé Siebenstern sowie im brick5, dritter Teil im Herbst 2017

  • „Aufgetischt!“ eine Cooking-Performance von SPERANZA

    „Aufgetischt!“ eine Cooking-Performance von SPERANZA

    Mo., 27.3.2017, 19:00 Uhr, transform! europe Lokal, Gusshausstraße 14, 1040 Wien,
    Eintritt: Freie Spende

  • „Ich möchte bleiben!"

    „Ich möchte bleiben!"

    Flüchtlingsprojekt - Workshop &Work-in-Progress Performance

  • „Wir sind alle Marienthal!“

    „Wir sind alle Marienthal!“

    IN DER FABRIK IST ES STILL GEWORDEN

    Multimediale Performance über Arbeit und Arbeitslosigkeit.

  • Transformance Festival "Politisches Theater heute"

    Transformance Festival "Politisches Theater heute"

    „ein Sturm weht vom Paradiese her“

  • PROJEKT THEATER / FLEISCHEREI_mobil

    PROJEKT THEATER / FLEISCHEREI_mobil

    Das experimentelle Theaterkollektiv PROJEKT THEATER/FLEISCHEREI_mobil wurde

    1991 von Eva Brenner als Projekt Theater Wien-New York gegründet und

    kann seitdem auf ein umfangreiches Gesamtwerk zurückblicken.

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Sendetermine auf okto:

Peter Kreisky-Gespräch 3 vom 16. 11. 2017 „Und jetzt? Wahlen und Postdemokratie in Österreich“

  • Sa, 02.12.2017 20:00
  • So, 10.12.2017 18:30
  • Sa, 16.12.2017 22:05
  • So, 23.12.2017 22:35

(kurzfristige Programmänderungen vorbehalten)

 

Jahreskonzept 2018

*TRANSFORMANCE: UNSER BRECHT*/Jahresprojekte 2018

PROJEKTE Frühjahr 2018 April

  • Flüchtlingsgespräche 21 (Brecht) – Revue mit Musik Phase I (Ort: Brick-5, 1150 Wien)
  • Mai–Juni: DIE MUTTER_in_community, Projekt im Grätzel mit Geflüchteten & Nicht-Geflüchteten (Ort Brick-5)
  • Workshops: April: TRANSFORMANCE academy: political theater training / Workshops 2018: : „TRANSFORMANCE lernen“, „Musik & musikalische Improvisation“, „Theater und Kampf(-Kunst)“, „Lehrstückarbeit und Theater der Unterdrückten“

PROJEKTE Herbst 2018

  • RED OCTOBER brick5 (10 Tage non-stop): Flüchtlingsgespräche 21, new plays‘ series: Brecht today * (Ort. Brick-5)
  • DIE MUTTER_in_community * TRANSFORMANCE academy Showings–Konzerte– PK Gespräche
  • Oktober: TRANSFORMANCE academy: political theater training – Weiterführung der Workshops vom Frühjahr
  • Oktober: Brecht 21: New-Play Series (Writer-in-Residence Programm brick5), Ausschreibung an junge AutorInnen
  • November: Flüchtlingsgespräche 21 (Brecht)/Phase II (Ort: Brick-5)
  • November: „Fremde Stadt!, Wiederaufnahme der Performance nach J. Soyfers Roman „So starb eine Partei“(Brick-5)
  • SPECIAL EVENTS / TOURNEE 2018 (extra Budgets über Bundesländer & Sponsoring)
  • Ganzjährig: PETER KREISKY_Europa-Gespräche 2018: „Europa und Illiberale Demokratie/n“ (6 Gespräche)(Transform!Lokal)
  • Ganzjährig: MARIJA von Isaak Babel-Tournee, Bundesländerförderung (Graz, Burgenland, Tirol, Kärnten)

Auf der Suche nach Ansätzen für ein neues politischen Theater für ein neues Jahrhundert der Umbrüche und Krisen kehrt das FLEISCHEREI_mobil Team zu Werken des Giganten der politischen Dramatik, Bertolt Brecht, zurück. Im Fokus steht das Lehrstück und stehen Texte, die heute wie damals relevante gesellschaftspolitische Themen ins Visier nehmen.

Die „Flüchtlingsgespräche“ sind Grundlage ihrer Übertragung ins Heute unter dem Titel „Flüchtlingsgespräche 21“: Eine musikalische Revue, die den Dialog zwischen dem Intellektuellen Ziffel und dem sozialistischen Arbeiter Kalle auf mehrere Schauspieler_innenpaare vervielfältigt und so unter der musikalischen Leitung von Michael Fischer (Vienna Improviser‘S Orchestra) viele Dissonanzen hörbar macht.

Das Lehrstück wird zur Basis für soziotheatrale Projekte im 15. Bezirk („Mutter_in community“), die seit je das Markenzeichen der FLEISCHEREI_mobil sind. Sechs Performances im Brick5 werden die Ergebnisse eines dreimonatigen Probenprozesses von Laien aus dem 15.Bezirk zeigen. Grundlage dafür ist der Text „Die Mutter“, der nach der Ermöglichung von Selbstermächtigung im revolutionären Sinne fragt. Die Weiterentwicklung des Lehrstücks für die heutige Zeit übernimmt der Stückewettbewerb „new plays‘ series“, der im Herbst 2018 die Uraufführung von drei neuen politischen Theaterstücken im Rahmen des neuen politischen Theaterfestivals „RED OCTOBER brick 5“ ermöglicht. Hier werden alle Produktionen des Jahres gebündelt und in Koproduktion mit dem neuen Partner des Theaters, dem Kulturzentrum brick5, zu einem über die Bezirke herausragenden Theaterevent gemacht.

Dazu werden passende Projekte der Vergangenheit wiederaufgenommen: Jura Soyfers „So starb eine Partei“ sowie Isaak Babels „MARIJA“.

Wie jedes Jahr bietet die FLEISCHEREI_mobil neben ihrem Hauptprogramm viele Special Events, Workshops und Konzerte an, wie z.B. die erfolgreiche Politdiskussion „PETER KREISKY_Europa-Gespräche“, die auch 2018 den Fokus auf die schwerwiegenden politischen Kris Europas legen. Der Arbeitsweise in allen Projekten ist die experimental-theatrale „Transformance“ zugrunde, ein Format, das von der FLEISCHEREI_mobil unter Leitung von Eva Brenner entwickelt wurde.

Kernteam: Gesamtkünstlerische Leitung: Dr. Eva Brenner, Produktionsleitung/PR: Andrea Munninger (A), Assistenz/Dramaturgie: Thomas Perle (D), Clara Siersch (A), Joschka Köck (D). Künstlerische Mitarbeit/Performance: Michaela Adelberger (D), Mussa Babapatl (NIG), Rremi Brandner (A), Martina Cizek (A), Lore Heuermann (D), Margot Hruby (D), Constance Hyrohs (A), Martin Minárik (D/SK), Labinot Morena (Kos), Safet Murati (Kos), Bernhard Riener (A), Elisabeth Nesensohn (A), Walter Nikowitz AR/A), Ivan Pantelić (RS), Kari Rakkola (FIN), SAKINA (Kurdistan), Aminata Seydi (A), Dagmar Schwarz (A), Sibylle Starkbaum (A), Evgenia Stavropoulos-Traska (GR), Andrea Tizinani (I), Manju Waltraud Pöllmann (A), Uta Wagner (D), Prince Zeka (DRC). Workshops/Training: Martin Minarik (SK, D). Menschen im 15. Bezirk Wiens. Wissenschaftliche Beratung: Dr. Walter Baier (Ökonom, transform! europe), Michael Genner (Obmann, Asyl in Not), Prof. Dr. Peter Fleissner (Mathematiker, Univ. Wien), Dr. Lisbeth N. Trallori (Feministin, Historikerin, Univ. Wien) u. a.

Jahreskonzept 2018

JAHRESKONZEPT 2017

> TRANSFORMANCE: common ground <

Nach sechs nomadischen Jahren theatraler Forschung und Entwicklung des neuen Performance-Genres „TRANSFORMANCE“ (s. Manifeste Eva Brenner, 2011 ff.,www.experimentaltheater.com) versucht das Team einen Neuansatz und läutet die Phase IV des Theaterkollektivs ein, erweitert, professionalisiert und verjüngt das Kernteam, beginnt eine aktive Suche nach einem neuen fixen Standort und legt den Grundstein einer Schule für politisches Theater unter dem Arbeitstitel „TRANSFORMANCE_school &academy“ (TSA)/interaktives Lern-und Handlungszentrum Wien. Hier soll über die nächsten 3 Jahre ein Ort des gemeinsamen Lernens, des Austausches, der geführten Kreativität und der Begegnung entstehen. Die TSA soll ein kulturell vielfältiges und ständig variable offenes Programm anbieten, das sowohl einheimischen KünstlerInnen, wie auch Amateuren und Zugewanderten zugänglich und deutlich günstiger als ähnliche „private“ Angebote ist sowie international renommierten TrainerInnen nach Wien bringt, die kultur/politisches wie auch kunst/kulturhistorisches und künstlerisches Wissen und Know-how vermitteln.

Das Jahresprojekt 2017 >TRANSFORMANCE: common ground < setzt die Kontinuität der Kritik, der Analyse und Neudefinition politischen Theaters fort, wobei die neuen Projekte sich explizit Modellen der Kooperation und gemeinsamen Projektentwicklung in der „Community“ der Wiener Bezirke im nicht-theatralen Raum zuwenden. Das Jahr 2016 sieht ein ambitioniertes Programm vor als Weiterführung der 2013 -2015 begonnenen Transformance-Projekte mit einer nachhaltigen Untersuchung neuer Arbeitsformen und Formate des Politisch-Theatralen an Schnittstellen von Kunst, sozialer Aktion und Gemeinschaftsbildung. Wir benötigen eine Theater/Kultur des Miteinanders sowie eine echt soziale und demokratische Kultur/Politik, die sich auf basisdemokratischer Grundlage rekonstituiert, einer Kultur/Politik, die den Menschen, die dafür Steuern zahlen, zu Gute kommt. Gefordert ist die Lüftung der „gläsernen Decken“ zwischen Hoch- und Populärkultur, genauso wie die Öffnung der Grenzen und die solidarische Aufnahme aller Kriegsflüchtlinge, die als kulturelle Bereicherung anstatt Bedrohung angesehen werden sollten.

Arbeitsformate 2017:

  1. Neuproduktion – Uraufführung ELFRIEDE GERSTL (Café KORB)
  2. Soziotheatrales Hauptprojekt AUF ACHSE: LUMUMBA 2017 (Siebensternviertel)
  3. MARIJA nach Issac Babel (Perinetkeller) / zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution
  4. PETER KREISKY_Europa-Gespräche 2017 (Gußhaus)
  5. TRANSFORMANCE_school (new space)
  6. Flüchtlingsprojekt „Zauberwald: „ich möchte bleiben 2!“
  7. „Wir sind alle MARIENTHAL!“ – Bundesländertournee Koproduktion PRO&CONTRA NÖ

PDF: Jahreskonzept 2017

4 JAHRE BRECHT IM GEMEINDEBAU - „Zwischen noch nicht und schon nicht mehr“

Brecht ist der beste politische Dramatiker der letzten hundert Jahre, ein Einsamer, der wie ein erratischer Block in der Dramen- und Theaterlandschaft des Jahrhunderts der Verzweiflung steht. Seine Stücke sind – trotz Stückwerk(en), die er als Fragmente oder Prozesse versteht – die bis heute nicht eingeholten Werke eines Giganten. Das alleine wäre kein ausreichender Grund, ihm ein 4-Jahreskonzept zu widmen und vier Jahre lang sein Theater im verminten Terrain der Gemeindebauten Wiens zu untersuchen – zugegeben, ein sehr spezieller Fokus im freien Theater und im offenen Stadtraum, der allemal Zeichen setzen könnte in einer Zeit der multiplen Krisenszenarien, in der politisches Theater neues Interesse gewinnt. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass nach Brecht keiner seiner Nachfolger – etwa Heiner Müller mit marxistisch-revolutionären Theaterentwürfen – über linke Zirkel hinaus ein Massenpublikum erreichen konnte. Ganz im Kontrast zum Meister! Heute muss konstatiert werden: seit Langem schwächelt die zeitgenössische Dramatik und das Theater stagniert – ja selbst der sich oft als radikal-politisch gerierenden Postmoderne gelingt nicht, die komplexen Krisenszenarien unsere Zeit in den Griff und auf die Bühne zu bekommen, die heutige Realität analytisch hinreichend abzubilden. Es fehlt an passenden neuen Dramen und Texten, an nötigen theatralen Reformen, Strukturen, Arbeitsweisen, die neue ästhetische Vokabularien produzieren könnten und ein neues Publikum in die Theaterhäuser locken. Dieser Befund reicht aus, sich die Stücke/Texte von Bertolt Brecht – die klassischen wie die weniger bekannten – nochmals vorzunehmen, sie auf ihre Aktualität abzuklopfen, neu zu bearbeiten und für ein breites heutiges Publikum in nicht-theatralen Räumen, d.h. jenseits der Hochkultur und des Avantgarde-Ghettos, aufzubereiten. Brecht in die Gemeindehöfe zu transferieren und mit Menschen vor Ort zu arbeiten stellt eine große Herausforderung dar, der es sich zu stellen gilt – in vier Arbeitsformaten, die wie aufeinander aufbauende Module funktionieren und je andere Bevölkerungsgruppen ansprechen: Frauen, Jugendliche, MigrantInnen und die Nachbarschaft aus dem nahe gelegenen Umfeld (Schulen, VHS, lokale Kulturorganisationen etc.).

PDF: 4-Jahreskonzept - Brecht im Gemeindebau

JAHRESKONZEPT 2016

> TRANSFORMANCE_in action <
Next Horizon Fiesta & more

Nach drei aufregenden Jahren der Forschung und Entwicklung an dem neuen Performance-Genre „TRANSFORMANCE“ wird im vierten Jahr eine Synthese gemachter Erfahrungen versucht und Erfolgsproduktionen  der letzten Jahre – das sozio-theatrale Integrationsprojekt AUF ACHSE und politische Theaterexperimente auf Basis literarischer Texte, die Performances Wir sind alle MARIENTHAL, und DU SIE WIE DU, immer.  – in einer repräsentativen Zusammenschau gezeigt.  Die letzten Spielzeiten waren von Expansionsaktivitäten gekennzeichnet, sowohl in Hinsicht auf geografische Ausbreitung in die Bezirke Wiens, die Gewinnung neuer Sponsoren und Partner, wie auch einer innovativen Besetzungspolitik unter verstärkter Einbeziehung migrantischer KünstlerInnen, brisanter Themen und inhaltlicher Analysen der Krisenszenarien Europas. Wiederaufnahmen und Neu-Inszenierungen werden angeführt von einer Neuproduktion auf Basis von Texten der renommierten Wiener Autorin ELFRIEDE GERSTL, die im ersten Halbjahr entwickelt und als Preview zunächst in diversen Kontexten als PREVIEW-Performance vorgestellt werden soll. Die Premiere stellt den Auftakt des neuen Polit-Theater-Festivals NEXT HORIZON und ROCK THE SYSTEM/young&charming theatre activists, der neue Wettbewerb für junge politische Theaterschaffende (September/Oktober 2016) dar und eröffnet einen Reigen modellhafter Projekte, die unter das neue Genre TRANFORMANCE fallen.

Arbeitsformate 2016:
1. Soziotheatrales Hauptprojekt  AUF ACHSE: LUMUMBA 2016 – Transformance eines Modells
- Interkulturelle Streeopera & Straßenfest mit Texten von Aimé Césaire und Heiner Müller
- Komposition und Life Musik: Prinz Zeka / Prinz Zeka Accoustic & Ensemble
2. Neuproduktion – Uraufführung ELFRIEDE GERSTL - „alles immer: jetzt.“
- Benefiz-Performance nach Texte von ELFRIEDE GERSTL - HAUS UND HAUT, „KLEIDERFLUG“
3. NEXT HORZION PolitTheater Fiesta & ROCK THE SYSTEM young&charming theater activists
3.1. Fiesta NEXT HORIZON: AUF ACHSE: LUMUMBA, MARIENTHAL, Shumeli-Celan, Gerstl-Projekt
- eine theatrale Rückblende und Vorschau
3.2. ROCK THE SYSTEM – young&charming theater activists
- Wettbewerb junger Theaterschaffender
4. Special Events: PETER KREISKY_Europa-Gespräche 2016 - "SPIEL MIT DEM FEUER” oder wohin steuert Europa?
- 6 Diskussionen mit prominenten ExpertInnen
5. Tourneen 2016
5.1. „Wir sind alle MARIENTHAL!“ – Performance nach der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ 

PDF: Jahreskonzept 2016

JAHRESKONZEPT 2015

> TRANSFORMANCE continued <
Performing Change: Changing Performance


Mit dem ambitionierten Jahreskonzept setzt Eva Brenner (oder die Fleischerei_mobil) ihre künstlerische Arbeit zu kulturpolitischer Kritik, sowie zu Analyse und Neudefinition des politischen Theaters und Performance fort. Bisher erfolgreiche Kooperationen und Projektentwicklungen mit Organisationen in der „Community“ der Bezirke Wiens haben weiterhin ihren festen Platz im Jahreskonzept. Das Jahr 2015 sieht die Weiterführung des seit 2011 in Recherche und praktischer Erforschung befindlichen Transformance-Konzepts vor. Dieses befasst sich mit der nachhaltigen Untersuchung neuer Arbeitsformate des Politisch-Theatralen an Schnittstellen von Kunst, sozialer Aktion und Gemeinschaftsbildung unter den Bedingungen der sukzessiven Herausbildung neuer ökonomischer und sozialer Mischformen des Politisch-Kulturellen und der Gewinnung eines neuen, nicht-elitären (Theater-ungewohnten) Publikums.
Das Jahreskonzept begibt sich auf die Suche nach dem „besseren Leben“ für alle und setzt sich im Anschluss an soziokulturelle und integrationspolitische Performances, Feste und Feiern kritisch mit aktuellen Phänomenen gesellschaftlicher und kultureller Um/Brüche, Transformationen und Metamorphosen auseinander. Diese sollen in Performances, Straßentheater und diskursiven Special Events, internationalen Gastspielen, Workshops, Lecture-Demonstrationen und Vorträgen in, mit und über die multikulturelle Community/im öffetlichen Raum in Wien zur Diskussion gestellt werden.

Dem Performanceprojekt „Wir alle sind Marienthal!“ liegt die soziographische Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ (M. Jahoda, P.F. Lazarsfeld, H. Zeisel) zugrunde. Die Performance ist für den öffentlichen Raum konzipiert und ist nach dem Jura Soyfer-Zyklus zu seinem Romanfragment "So starb eine Partei" der nächste Schritt beim Blick auf die jüngere Geschichte mit dem Fokus auf die prekäre Situation der damaligen und der heutigen Arbeitswelt, Neo-Kolonialismus - Aimé Césaire und Heiner Müller (20. Todestag) – und der unabdingbaren Notwendigkeit einer radikalen Umverteilung von Ressourcen, politischer Macht, Kapital und Kultur"!

Arbeitsformate 2015:

  1. SOZIOTHEATRALES HAUPTROJEKT (Juni 2015)
    „LUMUMBA – SASPORTAS_auf achse 2015
    in Kooperation mit Kulturcafé Siebenstern, OKTO TV und umliegenden Geschäftslokalen
    (Sponsoren)   
  2. PERFORMANCE PROJEKTE
    A „Wir sind alle MARIENTHAL!“ (April/Juni/Oktober 2015)
    Performance/Lesung nach der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ (1933)
    und „Fair und nachhaltig kündigen“, Uraufführungstext von Margit Hahn
    B „Nicht am Gehsteig, sondern auf der Straße“ – Performance zum 5. Todestag von Peter Kreisky (Dezember 2015), mit Texten von P. Kreisky, E.Jelinek, I. Bachmann, H. Müller, M. Streeruwitz
  3. SPECIAL EVENTS:  
    A  PETER KREISKY_Europa-Gespräche der FLEISCHEREI_mobil [ehem. KUNSTimDIALOG] - (ganzjährig) „ZUR RETTUNG DER DEMOKRATIE“ – Europa im Verhältnis zur Welt (Internationale Ausblicke), in Kooperation mit OKTO TV, Orte: Kulturcafé Siebenstern, Studio Okto.tv
    B "DU SEI WIE DU, immer." Performative Lesung nach Briefen und Texten von Ilana Shmueli und Paul Celan. März 2015, Galerie LICHTHOF
    Wiederaufnahme im Oktober 2015: MUSA / 2016: Café Korb, Israel Tournee
    C Gedenktafelenthüllung am Haus Lindengasse 41, wo JURA SOYFER 1937 verhaftet wurde.

PDF: Jahreskonzept 2015

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